Work in Progress



14.06.2007


So, heute habe ich die Stoffberge erstmal gebügelt (ich mag bügeln, ich bin seltsam ;)) und dann nach den Maßen seiner Hoheit eine Bahn zurecht geschnitten. Während er irgendwelche Kabel und Stecker lötet widme ich mich dem Saum.

Da ich die Webkante nicht als Saum verwenden kann (das ist nicht schlampig sondern historisch korrekt ;)) weil da kontrastfarbige Streifen eingewebt sind muss ich die Kante umnähen. Also wieder bügeln.

Hier sieht man auch mal die Farben des Karos etwas besser


Auf Bügelrunde eins folgt Bügelrunde zwei, schließlich soll das doppelt eingeschlagen werden. Pfui, bunte Streifen!


Inzwischen ist der Saum auch fertig und ich habe den erste Teil, 4 Meter gesäumter Stoff. Die anderen 4 Meter werde ich nicht vollständig brauchen, das ergänze ich dann später.


Tests mit Falten habe ich auch schon gemacht. Das wird nach Muster gefaltet, aber weil ein Set (Rapport) eher kurz ist (etwas über 8 cm) verwende ich immer doppelte Sets. Damit kommt man auf einen Faltenrapport von 20 cm, das scheint ein gutes Maß zu sein. Das braucht etwa 6 Meter, wenn meine Rechnung stimmt. Der Rest ist dann für die Schärpe. Bleibt sogar noch was für Fransen übrig. Hoffen wir dass das auch aufgeht.


Als nächstes gehts also mit der Falterei los. Wie man die Abnäher reinzaubert habe ich auch schon kapiert (ich bin heute ganz groß ;)).

Erstmal lauter Konstruktions- und Hilfslinien eingezeichnet. Dann festgestellt, dass das anders besser geht. Anders gemacht. Ich hoffe ich habe da jetzt keinen Denkfehler gemacht, das werde ich gleich noch nachmessen.
Das hier wird gerade die untere Schürze. Sieht man später nicht, daher habe ich darauf verzichtet, das Muster zu zentrieren. Wird bei der oberen Schürze aber natürlich gemacht. Auch wenn dieses Muster hier nicht so dramatisch ist.


Voila, Schürze ist soweit erkennbar.


Jetzt gehts weiter mit tiefen (Keller-)Falten für Bewegungsfreiheit und dann beginnt der hintere Teil der komplett in schmale Falten gelegt wird.
Hier sieht man schon die erste dieser Falten (ganz unten).


Und hier mal meine unverzichtbaren Helfer: Maßband, Kreide, Schablone, Stecknadeln und die Elle (die aber ein Meter ist).




Das Muster habe ich bis jetzt ganz gut eingehalten, das war kein großes Problem. Mal sehen wann mich die geschätzeten 25 Falten die jetzt auf mich zukommen in den Wahnsinn treiben. Morgen wird jedenfalls erstmal wieder gebügelt.

Ich habe heute bei weiteren Recherchen (das Feld ist groß wenn man keine Ahnung hat ;)) die Möglichkeit entdeckt, eine Tasche auf die untere Schürze zu nähen. Ist unsichtbar, praktisch und hilft auch dem vorderen Teil die nötige Schwere zu geben. Immer mehr coole Details, ich glaub ich will auch einen Kilt. In kurz und gelb. Ich liebe gelbgrundigen Tartan. Aber bevor ich hier ins Schwafeln komme: Das wars für heute. ;)
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