Krawatte



Krawatte

Autor: Natron
Schwierigkeit: 1 von 4
11 Fotos dazu

Kraw! Kraw! Kraw!

Krawatten sind so ein tolles Accessoire! Man sollte ganz viele besitzen. Natron hat jetzt die ultimative Anleitung erdacht, so daß ihr nie wieder welche kaufen mĂŒsst.
Der Schnitt ist natĂŒrlich etwas anders als der einer gekauften Herrenkrawatte, aber da diese StĂŒcke hier auch eher als Modeartikel denn als formelle Kleidung gelten macht das wohl nicht viel aus.


Material

Preis
Ein gĂŒnstiges VergnĂŒgen. FĂŒr den Stoff könnt ihr eure Reste verwenden oder 20 cm kaufen. Vlieseline ist auch nicht teuer. Das geht zusammen unter 5 Euro.



Anleitung

Hier gilt außnahmsweise mal: Ihr könnt relativ unbedenklich diese Maße nehmen und mĂŒĂŸt nicht selber nachmessen ;) Die fertige Krawatte hat dann eine LĂ€nge von ca 134 cm und ist an der breitesten Stelle etwa 4 cm breit. Nicht ganz genau, aber so als Orientierung. Ich habe die Maße von einer gekauften Original-80er-Jahre Lederkrawatte (secondhand!) ĂŒbernommen. Das wird also eher schmal. Sobald ihr das Konstruktionsprinzip durchschaut habt könnt ihr auch breitere oder kĂŒrzere Krawatten machen.

Niniel hat die Maße entsprechend einer Originalkrawatte verĂ€ndert, hier sind ihre Angaben die ihr vielleicht als Anhaltspunkt nehmen könnt wenn ihr keine so schmale Krawatte haben wollt:
  1. Die Breite des langen geraden StĂŒckes = 5cm
  2. Sie stÀrkste Stelle (also oberhalb der unteren Spitze) = 12cm
  3. Die LĂ€nge der Spitze = 6cm (ansonsten ist alles nahezu identisch)


Schnitteile Wir brauchen 3 Schnitteile, A, B und C. Die schneidet ihr jeweils einmal aus. Die blauen Linien in der Zeichnung brauchen euch dabei noch nicht zu interessieren. Lasst euch nicht tĂ€uschen, die Zeichnung ist nicht proportional, eure Schnitteile werden viel lĂ€nger! Teil B und C sind Teile des Schnittteils A, dh sie haben die selben Maße, sind nur kĂŒrzer. Macht euch vielleicht erstmal einen Papierschnitt fĂŒr Teil A, den könnt ihr dann auch fĂŒr B und C verwenden.
Dort wo ich das * gemacht habe kann man den Stoff stĂŒckeln, wenn ihr kein so großes ReststĂŒck mehr habt. Den "Knick" dort sollte man möglichst rund machen, nicht so eckig wie in der Zeichnung.

Das ganze beinhaltet keine Nahtzugaben! Gebt an jeder Kante noch einen cm dazu, das sollte reichen.

Wer einen sehr dĂŒnnen Stoff verwendet sollte Teil A vor der Weiterverarbeitung (d.h. vor dem Ausschneiden!) mit Vlieseline verstĂ€rken (das bĂŒgelt man drauf, lasst euch im GeschĂ€ft beraten). Alles weitere dann wie folgt.


BelegeSo, jetzt haben wir drei Teile. Ist euch aufgefallen, dass die viel breiter sind als normale Krawatten? Das ist der Trick! Dazu kommen wir gleich. Erstmal sĂ€umen wir die gerade Kante von Teil B (die gegenĂŒber der Spitze). Dazu reicht es einmal mit Zickzack drĂŒber zu nĂ€hen, umschlagen ist hier nicht nötig.
Dann nÀhen wir die Teile zusammen. Und zwar wird Teil B passgenau auf die breite Spitze von Teil A aufgelegt (dabei zeigen die linken Seiten des Stoffes, also die Seiten die spÀter innen sein sollen, nach aussen). Dann wird genÀht. Aber nur die unteren Kanten, also die SchrÀgen. Ein Bild verdeutlicht dies. Die Nahtzugaben werden versÀubert (Zickzack) und möglichst kurz abgeschnitten.

Das Selbe machen wir mit Teil C an der kleineren Spitze. Dann werden Teil B und C auf die andere Seite umgewendet, so dass die Nahtzugaben zwischen den Stofflagen eingeschlossen sind. Von der einen Seite (der Vorderseite) sieht es doch schonmal ganz gut aus, was? Nur noch zu breit. Und das Àndern wir jetzt.


Falten
Jetzt faltet ihr die Krawatte einmal der LÀnge nach in der Mitte (also dass sie schmaler wird). Dabei liegen wieder die schönen (rechten) Seiten innen, aussen sieht man die aufgesetzten Spitzen. Die offene Kante wird jetzt zugenÀht und versÀubert. Schaut euch das Bild dazu an. Beachtet auch, dass die schrÀgen Kanten offen bleiben!
Die gerade gefertigte Naht bildet quasi die Mittellinie der Krawatte. Wenn man die nÀmlich jetzt so hinlegt, dass die Naht in der Mitte liegt hat man eine neue schmale Krawatte mit den Kanten die den blauen Linien in der ersten Zeichnung entsprechen. Aha!

Der nĂ€chste Schritt ist dann folglich: Wenden! Nehmt euch ein Hilfsmittel (Stricknadel zB) und wendet das Teil um. Hier empfiehlt es sich, die Krawatte nicht zu eng genĂ€ht zu haben und einen rutschigen Stoff wie zb Satin verwendet zu haben. Mein erster Versuch war aus Baumwolle und ich habe lange gebraucht bis sie gewendet war.... Aber dieses Schnittmuster hier sollte *eigentlich* genug Platz lassen. Kommt natĂŒrlich drauf an wie ordentlich ihr genĂ€ht habt.
Jetzt wird vielleicht auch endlich die Konstruktion klar. Die Belege an den Spitzen sind dazu da, dass man auch dort von vorne keine NĂ€hte sieht. Die offenen Kanten der Belege verschwinden unter den umgeschlagenen Kanten, so sieht es von vorne und hinten schick aus.

Stunden spĂ€ter... das Teil ist fertig! Jetzt noch plattbĂŒgeln und einen Knoten ĂŒben (wie viele verschiedene Versionen es davon gibt und wie die gehen steht ĂŒbrigens zum Beispiel auf www.krawattenknoten.info).



Variationen


Empfehlung

Ist eigentlich ganz einfach. Schafft man auch ohne NĂ€hmaschine. Und da nicht viel Stoff drauf geht wenn man es doch versust ist das auch ein tolles AnfĂ€ngerstĂŒck.

Musiktipp

Natron empfiehlt: Die Krupps! Wie wÀre es mit dem "Final Option" Album?






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