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PlĂŒschmorgenstern



PlĂŒschmorgenstern

Autor: smultron
Schwierigkeit: 2 von 4
11 Fotos dazu

Material

* Stoffreste, z.B. die Keile, die beim NĂ€hen von Röcken immer anfallen. Tut euch einen Gefallen und nehmt einen Stoff, der nicht elastisch ist, nicht herumrutscht und nicht sonderlich fusselt oder ausfranst. Angenommen, ihr wollt Satin nehmen, nĂ€ht den Morgenstern lieber von Hand. Wenn ihr beispielsweise Samt verwenden möchtet, versĂ€ubert die Nahtzugaben der Stacheln auf irgendeine einfache Weise, z.B. mit durchsichtigem Nagellack. Ich habe so eine Art Wildlederimitat (extrem nĂ€hfreundlich!) verwendet. Ansonsten könnte ich mir Leder(-Imitat), Lack, o.Ă€ vorstellen. Wenn man einen dĂŒnneren Stoff hat, wĂ€re eine VerstĂ€rkung mit Vlieseline sicherlich auch möglich.
* FĂŒllwatte


Anleitung

Der Morgenstern besteht aus 12 FĂŒnfecken. Auf 11 FĂŒnfecken sitzen Stacheln, auf dem 12. FĂŒnfeck eine Schlaufe zum AufhĂ€ngen. ZunĂ€chst malt ihr also auf euren Stoff 12 FĂŒnfecke und 11 Stacheln auf. Bei den Bildern sind die Nahtzugaben schon dabei. Beim FĂŒnfeck bietet es sich an, die Nahtzugabe beim Schnittmuster als "Rahmen" auszuschneiden und dann jeweils einmal außen und einmal innen herum auf den Stoff zu malen. So hat man gleich beide Linien auf dem Stoff, und wenn man die Teile spĂ€ter zusammennĂ€ht, sind alle Nahtzugaben gleich groß, d.h. man muss nicht extra schauen, dass die Nahtlinien aufeinander liegen.

Schnittmuster 5eck Schnittmuster Stachel

Nun werden erstmal jeweils 6 FĂŒnfecke aneinandergenĂ€ht. Eines kommt in die Mitte und die anderen fĂŒnf werden rundherum an die fĂŒnf Seiten genĂ€ht. Ich habe dazu jeweils einmal vorwĂ€rts, einmal zurĂŒck, und nochmal vor genĂ€ht, dann sind die NĂ€hte fest und lösen sich nicht mehr von selbst auf. Das gilt auch fĂŒr alle kommenden NĂ€hte zwischen FĂŒnfecken.

Man erhĂ€lt also aus den 12 StĂŒcken zwei KugelhĂ€lften, die noch flach liegen. Da mĂŒssen nun erstmal die Stacheln drauf, denn wenn die HĂ€lften erst mal halbkugelförmig sind, stelle ich mir das sehr mĂŒhsam vor. ZunĂ€chst werden die Stacheln vorbereitet. Auf links wird die Naht von der Basis zur Spitze geschlossen. Dabei wird die Nahtzugabe zur Spitze hin immer weniger, aber wenn der Stoff nicht sehr franst, ist das nicht wild, außerdem ist in der Spitze des Stachels eh nicht soviel Platz. Dann werden die Stacheln auf rechts gedreht, wobei man mit einem Bleistift nachhelfen kann. Nun kommt ein wenig FĂŒllwatte in jeden Stachel, auch dabei ist ein Bleistift zum Stopfen ziemlich hilfreich. Jetzt mĂŒssen die Stacheln in Form gesteckt werden, sie bekommen ein "FĂŒĂŸchen". Hier mal ein Foto von meinen Stacheln:

Stachel mit FĂŒĂŸchen

Genau so werden die Stacheln dann mittig auf die FĂŒnfecke gesteckt. FestnĂ€hen kann man sie nun entweder brav von Hand oder mit der Maschine mit Reißverschlussfuß und ohne Pedal, d.h. mit Drehen am Rad von Hand. Dabei muss man natĂŒrlich höllisch darauf achten, dass der NĂ€hmaschinenfuß nicht vom FĂŒĂŸchen des Stachels rutscht, aber ansonsten ging es bei mir erstaunlich gut und schnell. Ich habe auf der einen HĂ€lfte der Kugel auf jedem FĂŒnfeck einen Stachel angebracht, auf der zweiten HĂ€lfte nur auf die fĂŒnf außen liegenden FĂŒnfecke Stacheln und auf dem mittleren FĂŒnfeck eine Schlaufe zum AufhĂ€ngen.

FĂŒr die Schlaufe nehmt ihr einfach ein ca. 1,5 cm breites, 5 cm langes StĂŒck Stoff, faltet es so, dass man keinen Rand an der LĂ€ngsseite mehr sieht, nĂ€ht lĂ€ngs einmal drĂŒber und nĂ€ht es dann als Schlaufe von Hand auf das entsprechende FĂŒnfeck auf (s. auch nĂ€chstes Bild).

Sind alle Stacheln angebracht, können die ĂŒbrigen NĂ€hte zwischen den FĂŒnfecken geschlossen werden. ZunĂ€chst die NĂ€hte an den einzelnen HĂ€lften, d.h. die fĂŒnf zwischen den FĂŒnfecken, die an einem Mittelteil hĂ€ngen. (Wenn ich noch einmal FĂŒnfeck schreiben muss, dreh ich durch *g*...) Jetzt solltet ihr eine Halbkugel erhalten, die auf rechts gedreht etwa so aussieht (hier sieht man auch die Schlaufe):

Halbkugel

Nun werden die beiden Halbkugeln zusammengenÀht. (Vorher wieder auf links drehen! ;-) ) Das sind insgesamt 10 NÀhte, ihr nÀht aber nur 8 zu, sonst lÀsst sich der Stern mit den dicken Stacheln nicht mehr auf rechts drehen. Eine Ecke von der einen KugelhÀlfte kommt dabei immer auf eine Naht der anderen HÀlfte, wie im Bild.

Kugel schließen

Schließlich stĂŒlpt ihr den Stern um, so dass die Stacheln außen sind. Nun wird mit FĂŒllwatte gestopft, bis der Stern so fest ist, wie ihr ihn haben wollt. Als allerletztes werden die beiden noch offenen NĂ€hte von außen von Hand und möglichst unsichtbar geschlossen. Fertig!







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