Regenhut



Hut mit breiter Krempe

Autor: Thiuri
Schwierigkeit: 1 von 4
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Material
Preis


Anleitung

Insgesamt besteht der Hut aus 8 Teilen. 6 für den Hut und zwei für die Krempe. Diese zeichnet ihr am Besten erstmal auf eine Zeitung. (Also, jedes nur einmal, wär ja sonst Quatsch....)

A = 8 cm
B = Kopfumfang / 6
C = 17 cm
schema 1
A gibt an, wie weit die "Glocke" gerade ist, also 8 cm. Danach wird in einer Rundung bis zur Spitze gezeichnet. C ist die Höhe der gesamten "Glocke".

E = 9 cm
F = Kopfumfang / Pi (ca. 3,14)
Schema 2

Die Krempe wird in zwei Teilen geteilt, das spart Stoff. Dafür teilt ihr euren Kopfumfang durch Pi, dann habt ihr den Durchmesser des Kreises. Dieses Maß nochmal durch zwei teilen, das ist der Radius und damit zeichnet ihr jetzt einen Halbkreis. Zu dem Radius kommen jetzt nochmal 9 cm dazu (das ist die Krempenbreite) und mit dem Maß wird vom gleichen Mittelpunkt nochmal ein Kreis gezeichnet.

So jetzt werden die Teile auf den Stoff übertragen. Die "Glocke" sechs Mal, der Halbkreis zwei Mal. Dann schneidet ihr alles mit Nahtzugabe aus.

So, jetzt werden die "Glocken" aneinander genäht. Heftet sie rechts auf rechts mit den Büroklammern so zusammen, dass nachher die Spitzen alle zusammen treffen. Beim Nähen muss man jetzt nur aufpassen, dass man die Büroklammern rauszieht, bevor das Nähfüßchen sie berührt, sonst werden sie mit festgenäht.
Nach dem Nähen schneidet ihr die Nahtzugaben zurück und beult die Nähte nach außen aus. Voilà, jetzt haben wir schonmal eine Kappe.

Jetzt werden die Halbkreise erstmal an einer Seite aneinander genäht. Die andere Seite bleibt erstmal offen, der Kreis wird also noch nicht geschlossen.

Die Krempe legt ihr jetzt so an die Kappe, dass wieder Lack auf Lack liegt. Das Ganze jetzt wieder feststecken und dann nähen.
Solltet ihr beim Feststecken merken, dass die Krempe zu weit oder zu eng geworden ist, kann man das jetzt noch ändern. (Deshalb haben wir sie auch noch nicht geschlossen.)
Passt alles, wird die zweite Naht an der Krempe geschlossen und wieder die Nahtzugabe zurückgeschnitten.

Nun müsst ihr nur noch raus gehen und durch den Regen spazieren :o)


Variationen


Empfehlung
Ganz einfach und auch mit der Hand super schnell genäht. Da immer Lack auf Lack liegt und man somit nur auf der stoffigen Rückseite näht, zickt auch die Nähmaschine nicht.
Also durchaus auch für blutige Anfänger geeignet :o)






Natrons Hasenohren Version

HasenohrIch hab Thiuris Schnitt etwas verändert und mir eine Wintermütze mit Hasenohren genäht. Und das geht so:

Erstmal brauchen wir keine Krempe. Die anderen Teile werden genauso ausgeschnitten (ich hab alle 4 nebeneinander gemalt so daß die Teile an den geraden Seiten (A) aneinander "kleben". Da spart man sich Nähte). Die Höhe ist bei mir auch mehr, nehmt etwa 24 cm, dannn könnt ihr den Rand schön umklappen (dazu aber später mehr).

Material ist Fleece, da reichen ja eigentlich Reste. Nehmt das Zeug so daß es (wenn elastisch) in der Weite stretcht ist, nicht in der Höhe!
Dann braucht man jetzt erstmal ein paar Hasenohren. Ich hab die einfach aus Fleece ausgeschnitten, gesäumt und aus rotem Polojersey "Innenohren" draufgenäht. einmal linksrum, einmal rechtsrum versteht sich.
Das hier rechts ist Originalgrösse aber man kann die Ohren ja so groß oder klein machen wie man mag. Auch doppelt, verstürzt oder versteift, alles möglich :)
Das Rote wird einfach ungesäumt mit schmalem Zickzack aufgenäht (da lohnt dann die Kombination roter Oberfaden/schwarzer Unterfaden!).
Man kann natürlich auch Bärenohren, Katzenohren oder was immer machen, wenn euch das lieber ist, gar kein Problem. Auch farblich ist alles drin. Fleece gibt es in so vielen Farben, da findet ihr bestimmt was passend zu Winterjacke oder Lieblingsschal :)
So, die Ohren werden in die Nähte eingenäht. Also steckt das erstmal schön ab und platziert eure Hasenohren etwa 3 cm von der Stelle entfernt wo alle 4 Nähte aufeinandertreffen. Jetzt muss man natürlich die Mütze so nehmen daß eine Naht vorne an der Stirn ist (daher lohnt es sich die Teile zusammen auszuschneiden!).
Die roten Seiten sollten dabei nach vorne zeigen, das entspricht noch am ehestem einen echten Hasen ;)

So, damit wären wir dann auch schon fast fertig, fehlt noch der Saum unten. Da kann man jetzt nach aussen umklappen und dann den Rand breit umschlagen (evtl festnähen oder auch variabel lassen). Oder ganz einfach säumen und gut (Zickzackstich benutzen bei elastischem Fleece!). Was auch geht ist nur die Optik eines Umschlag zu erzeugen, das illustriert folgendes Bild:
Pseudo-Umschlag

Je nach dem für welche Variante man sich entscheidet muss man eine andere Höhe einplanen, das sollte man also berücksichtigen (und vorher lieber erstmal zu lang zuschneiden).

Also besonderes Highlight hab ich hinten auf die Mütze (also quasi im Nacken) noch mit weisser Stoffmalfarbe "bunny" draufgeschrieben und ein Hasenohr mit einem Mini-Schlüsselring (und der Variozange) gepierct.



Und noch eine Version: Natrons Cowboy-Piraten-Schlapphut

Der Schnitt ist toll. Diesmal habe ich mit kleinen Veränderungen einen Sommerhut genäht.
Material ist fester Baumwollstoff, da kann man aber alles nehmen was nicht elastisch und etwas steifer ist. Jeans, Cord, Köper... Dünne Stoffe kann man mit Bügeleinlage verstärken.

Den Hut macht ihr wie Thiuri es erklärt hat, nur die Krempe habe ich verändert. Meine ist 13 cm breit und besteht aus 4 Teilen (das ist aber egal, man kann auch 2 machen oder es geschlossen als Ring ausschneiden). Wir brauchen zwei identische Krempen, die auch gleich geschlossen werden (so dass sie jeweils ein Ring sind) und nicht wie oben an einer Stelle offen sind. Man sollte sich hier also schon sicher sein mit der Weite (es hilft erstmal den Hut als solchen zu machen und dann dort den Umfang nochmal abzumessen. Dann kann man relativ sicher sein, dass eine Krempe mit dem Maß auch dranpasst). Die beiden fertigen Krempen die wir jetzt haben werden miteinander verstürzt. Dazu legt man beide Krempen mit der Außenseite aufeinander und näht die Naht an der äußeren Kante zu (und versäubert sie). Dann wird die Krempe gewendet. Man kann wenn man will die gerade gemachte Naht nochmal entlang der Kante von außen absteppen, das ist aber nicht unbedingt nötig.

KrempeDie Krempe wird dann wie oben beschrieben an den Hut genäht, wobei die beiden Stofflagen wie eine behandelt werden. Hier gibt es wieder eine kleine Änderung die man machen kann, aber nicht muss (rechts im Querschnitt illustriert). Man kann zuerst nur die obere Lage der Krempe annähen, dann die Nahtzugaben (versäubert) nach unten falten. Dann faltet man die Nahtzugabe der unteren Lage nach innen um (vorher versäubern) und näht sie so fest, dass die Nahtzugabe der ersten Naht zwischen den beiden Lagen der Krempe eingeschlossen ist. Sieht besonders ordentlich aus. Es empfiehlt sich bei dieser Vorgehensweise die Nahtzugabe der unteren Lage etwas breiter zu machen als die anderen.

Jetzt kann man wenn man will noch ein paar Steppnähte auf der Krempe verteilen, einfach rund herum mit verschiedenen Abständen zur Kante. Gibt dem Ganzen etwas mehr Stabilität.

Dann brauchen wir noch zwei Druckknöpfchen zum annähen oder nieten. Hut aufsetzen und Seitenteile der Krempe cowboy-artig hochklappen. Jetzt kann man markieren wo die Krempe den Hut seitlich berührt. An diesen Stellen werden die Druckknöpfe angebracht. So kann man den Hut hochgeklappt oder runtergeklappt tragen, je nach Sonneneinstrahlung.

Dann, falls man es besonders wildwest haben möchte besteht noch die Option ein Band anzubringen mit den man sich den Hut bei Nichtgebrauch um den Hals auf den Rücken hängen kann. Habe ich auch gemacht. Dazu braucht man ein Band, sowas wie einen Schnürsenkel oder ähnliches. Ein Meter sollte reichen. Seitlich, dort wo auch die Druckknöpfe sind macht man knapp über der Naht an der Krempe auf Hut trifft ein kleines Knopfloch in den Hut oder schlägt eine Öse ein. Das Band fädelt man hinten (oder vorne) um den Hut herum, durch die Löcher nach innen und verknotet es dort mit einigem Abstand. Jetzt kann man sich Hut aufsetzen, die herunterhängende "Schlaufe" vor den Hals hängen und wenn Billy the Kid einen zum Duell fordert stößt man lässig den Hut nach hinten und lässt ihn locker auf dem Rücken hängen.

Ich habe vorne an meinem Hut noch einen Aufnäher befestigt und das war es dann auch schon. So schnell wird aus einem Regenhut ein Sonnenhut! :)

Variationen:





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