Blood Roses Spitzenkleid



Spitzenkleid

Autor: Soda
Schwierigkeit: 2 von 4
14 Fotos dazu


BlutgrÀfin Elisabeth...

Traumhaftes langes Spitzenkleid aus dunkler blutroter Spitze mit eingewebten schwarzen Rosen. Langer weiter Rock, ausgestellte Ärmel, Bateau-Ausschnitt, an der Taille seitlich mit Satinband geschnĂŒrt. Ich will noch Lackriemen fĂŒr die Arme und irgendwann auch ein Lackkorsett machen. Bis jetzt habe ich erstmal das Kleid fertig gekriegt. Der Rest folgt.



Material


Preis



Anleitung

Erstmal vorneweg: ich bin mit meinem Spitzenstoff ziemlich in BedrÀngnis geraten weil ich keinen Stoffauflageplan gemacht hatte sondern einfach munter das Oberteil ausgeschnitten hab. Es empfiehlt sich also vor dem Ausschneiden der einzelnen Teile mal einen Plan zu machen wie man das alles aus dem Stoff rauskriegt.

So, nun aber zum Kleid. Das besteht aus einem zweiteiligen Oberteil mit angesetzten langen Ärmeln und einem angesetzten Rock aus sechs Bahnen (quasi ein Fullmoonrock ohne Gummizug). Erstmal macht man das Oberteil. Das wird nicht auf Figur gearbeitet, weil man das Kleid ja auch noch ĂŒber den Kopf ziehen können muß. Damit es am Ende aber trotzdem eng sitzt wird es spĂ€ter seitlich geschnĂŒrt.

Oberteil Die Teile fĂŒr das Oberteil sind ziemlich quadratisch. Die LĂ€nge entspricht der LĂ€nge zwischen Schulter und HĂŒftknochen, die Breite ist etwa der (halbe) Brustumfang, an den Schultern natĂŒrlich die Breite der Schultern. Die Maße auf dem Bild sind in etwa meine eigenen, meßt aber lieber mal selber nach, sonst paßt es am Ende mir und nicht euch (in diesem Fall bitte eine Email schicken, ich nehme gerne eure Kleider ab...*g*).

Okay, im Ernst. Erstmal zwei Teile fĂŒr das Oberteil ausschneiden und mit Sicherheitsnadeln zusammenstecken. Anprobieren und bei Gefallen die SchulternĂ€hte etwa 10 cm auf jeder Seite schließen, ebenso die SeitennĂ€hte schließen. Dazu folgendes: Spitze nĂ€ht sich etwas blöde, weil es ja eigentlich nur ein paar FĂ€den und lauter Löcher sind. Bei mir gings mit einem breiten, engen Zickzack. Der sah auf dem Stoff allerdings auch nur wie eine normale Naht aus, nicht mehr Zickzack. Je nachdem wie dicht die Spitze gewebt ist wird es einfacher oder schwieriger. Probiert auf jedem Fall an einem Rest aus, wie man den Stoff am besten nĂ€ht bevor ihr anfangt.

Rockbahnen Nach dem Grundteil des Oberteils habe ich erstmal den Rock gemacht. Der besteht wie schon erwĂ€hnt aus sechs Bahnen. Ich mußte die Bahnen zwangslĂ€ufig immer abwechselnd mit und gegen das Muster zuschneiden, aber es fĂ€llt nicht weiter auf und macht nichts. Wenn euch das stören sollte mĂŒĂŸt ihr eventuell mehr als 3 m Stoff einplanen. Die Bahnen sollten so abgemessen werden, daß alle schmalen Enden zusammen etwa den Umfang haben den das Oberteil am unteren Ende hat. Lieber den Rock oben zu weit als zu eng machen. Bei mir war jede Bahn oben etwa 17 cm breit. Die LĂ€nge der Bahnen richtet sich nach der LĂ€nge eurer Beine, die Breite am unteren Ende danach wieviel Stoff ihr habt und wie weit der Rock werden soll.

Wenn ihr also sechs Bahnen ausgeschnitten habt, dann nĂ€ht ihr erstmal alle sechs zu einem Rock zusammen. Nach dem NĂ€hen könnt ihr gleich die Nahtzugaben ordentlich wegschneiden. Je weniger ihr stehen laßt um so weniger fallen die NĂ€hte auf, es kann dann allerdings passieren, daß die Naht eventuell mal aufgeht und ihr nachnĂ€hen mĂŒĂŸt.

Jetzt werden Rock und Oberteil zusammengesteckt. Das erfordert etwas Geduld und viele Sicherheitsnadeln. Ihr zieht beide Teile an und probiert vor dem Spiegel (oder mit Hilfe einer Freundin) aus wo sie zusammengenĂ€ht werden mĂŒssen. Das hĂ€ngt von mehreren Sachen ab: erstmal könnt ihr hier die LĂ€nge des Rockes korrigieren, ebenso natĂŒrlich die LĂ€nge des Oberteils. Außerdem mĂŒĂŸt ihr festlegen wo die waagerechte Naht verlaufen soll. Ich wĂŒrde vorschlage ihr nĂ€ht das ganze so auf Höhe des HĂŒftknochens zusammen, dann fĂ€llt die Naht nicht so sehr auf als wenn es in Taillenhöhe wĂ€re. Erstmal den Rock an den SeitennĂ€hten des Oberteils feststecken, wenn er nĂ€mlich weiter als das Oberteil ist kann die Mehrweite in Falten links und rechts vom Bauchnabel festgesteckt werden. Wenn ihr diese schweißtreibende Arbeit erledigt habt, dann nĂ€ht ihr den Rock an das Oberteil.

Noch was: es kann sein (je nachdem was ihr fĂŒr einen Spitzenstoff verwendet), daß ihr das GefĂŒhl habt, das Gewicht des Rockes wĂŒrde zu sehr am Oberteil ziehen und das ganze runterleiern. Keine Sorge, das hat mein Kleid auch gemacht, aber wenn es dann erstmal an den Seiten geschnĂŒrt ist, dann sitzt das Gewicht des Rockes auf den HĂŒften und zieht nicht mehr am Oberteil. Da wird allerdings der Rock auch noch ein kleines StĂŒckchen kĂŒrzer, also laßt ihn lieber lĂ€nger!

Ärmel So...sieht doch schon nach nem Kleid aus, nicht? Jetzt kommen die Ärmel. Die sind bis zum Ellenbogen eng und danach ausgestellt. Ihr braucht also die LĂ€nge eures Armes (Messen wenn der Arm runterhĂ€ngt, nicht am ausgestreckten Arm messen!), die LĂ€nge des Oberarms (bis zum Ellenbogen), den Armumfang und zwar direkt an der Achsel, dabei auch den Arm runterhĂ€ngen lassen und zum Schluß mĂŒĂŸt ihr noch festlegen wie weit die Ärmel am Handgelenk sein sollen. Auf der Zeichnung seht ihr meine Maße, meßt aber eure eigenen nach.

Ärmel annĂ€hen Die Ärmel werden gerade an das Oberteil gesteckt und genĂ€ht, Spitze ist so ein weicher, dĂŒnner Stoff, da kann man sich das Theater mit der Ärmelkugel sparen. Also den Ärmel der LĂ€nge nach falten, den Knick an die Schulternaht stecken und von dort aus nach vorne und hinten Ärmel und Oberteil zusammenstecken. Anprobieren (es ist wichtig, daß ihr den Arm noch normal bewegen und auch problemlos runterhĂ€ngen lassen könnt) und dann nĂ€hen.

Danach wird der Ärmel der LĂ€nge nach zusammengenĂ€ht (steckt vorher mal und probiert die Weite am Ellenbogen aus) und der Saum am Handgelenk gemacht. Dazu die Kante etwa 1 cm umschlagen und festnĂ€hen.

Nun fehlt noch der Ausschnitt. Das Kleid hat einen U-Boot Ausschnitt. Also anziehen, festlegen wie tief der Ausschnitt vorne und hinten werden soll, ausziehen, umschlagen und festnÀhen. Voila!

Bevor der Rock gesĂ€umt wird machen wir erstmal die SchnĂŒrung an den Seiten, denn dabei verĂ€ndert sich die RocklĂ€nge noch mal, wie ich ja schon erwĂ€hnt hatte. Ihr schneidet also vier StĂŒcke von dem Nahtband zu. Diese Streifen sollen von der waagerechten Naht bis knapp unter die Brust reichen. Bei mir sind das 21 cm. Denkt daran, daß das Nahtband an den Enden noch umgefaltet werden muß damit es nicht ausfranst. Also lieber etwas zu lang abschneiden. Diese Streifen werden nun auf jeder Seite etwa 6 cm links und rechts von den SeitennĂ€hten aufgenĂ€ht. Das geht wieder mit einem normalen Stich. Wichtig: ihr nĂ€ht das Nahtband von INNEN auf das Kleid, dann fĂ€llt es weniger auf.

Die Ösen (Augen) werden dann allerdings von außen draufgenĂ€ht, sechs auf jedes Band. Am besten macht sich das von Hand. *stechindenfinger*

Nun das Satinband in zwei StĂŒcke zu jeweils etwa 2m zerschneiden, durch die Ösen fĂ€deln, einen knoten in jedes Bandende machen damit es nicht ausfranst und mal probehalber schnĂŒren. Seht ihr, daß dadurch einmal das Kleid schön eng wird, zum anderen der Rock nicht mehr am Oberteil zieht sondern sich etwas hebt? Wenn euch die RocklĂ€nge gefĂ€llt, dann sĂ€umt ihr den Rock genauso wie die Ärmel.

Fertig ist das Kleid. Nun wollte ich ja noch Lackriemen dazu basteln damit das ganze nicht zu romantisch wird. Das werde ich auch noch tun. Erstmal hab ich allerdings das Kleid genĂ€ht. Und damit ihr nicht warten mĂŒĂŸt stelle ich die Anleitung erstmal ohne Lackriemen zur VerfĂŒgung. Der Rest kommt wenn ich soweit bin. :)


Variationen


Empfehlung

Den Schnitt fand ich nicht so schwer, aber das dĂŒnne, löcherige Material kostet Nerven. Man kann es nur mit Sicherheitsnadeln stecken, die NĂ€hte sind auch schwer zu machen... Wenn ihr einen Stoff findet, der sich als Ersatz eignet aber keine Löcher hat, dann wird es einfacher. Wer noch nicht so viel Erfahrung hat sollte vielleicht einen ganz dicht gewebten Spitzenstoff verwenden, das ist leichter.

Musiktipp

Soda empfiehlt was von Toyah. Zum Beispiel "Tiger Tiger", "It's a Mystery", "The Packt" oder ganz schlicht und klassisch The Mission "Garden of Delight"







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