Hier gibt es Anleitungen für Klamotten an denen man nichts wirklich nähen muß. Wir haben fertig
gekaufte Kleidungsstücke umgearbeitet und teilweise was ganz anderes draus gemacht. Dafür muß
man keine großen Kenntnisse in Sachen Modedesign haben und braucht manchmal noch nicht einmal
ne Nähmaschine. Was dabei rauskommt ist trotzdem tragbar, manchmal ein wenig Punk, aber immer
individuell und vor allem selber gemacht.
Wie immer gibt es zu unseren Klamotten wieder Variationen, die sollen euch ein paar Anregungen
geben was ihr vielleicht verändern wollt. Alles in allem sind die Ready Mades schnell und einfach
herzustellen und eigenen sich daher hervorragend für alle die erst anfangen ihre eigenen Klamotten zu
schneidern oder einfach nicht so einen Aufwand treiben wollen.
Übersicht:
- Tops
- Kleider/Röcke/Hosen
- Diverses
Shrug und Top
Ihr braucht: 1 langärmeliges enges Shirt aus schwarzem Baumwollstrech, Satinbändchen in rot und
schwarz, rote Stoffmalfarbe die sich beim Bügeln aufplustert (= Sticken a.d.T.)
Preis: So ein Shirt kostet ab 20 DM, ein ganz einfaches aus dem Schlußverkauf tut es, Satinbändchen
vom Meter sind nicht teuer, ihr braucht etwa 1 Meter in jeder Farbe, macht ein Paar Mark, Sticken
a.d.T. kostet zwischen 7 und 10 DM
macht dann also etwa 30 DM für zwei Kleidungsstücke!
So geht's: Als erstes wird das Shirt gewaschen, dann hält später die Stoffmalfarbe besser. Wer nichts
draufmalt kann sich das Waschen sparen. Nach dem Trocknen schneidet ihr erstmal den
Halsausschnitt aus dem Shirt, dabei nah am Rand schneiden, es soll bloß das verstärkte Bündchen
weg. Dann hinten direkt unterhalb der Ärmel (diese nicht beschädigen) einmal durchschneiden, vorne
jeweils vom linken und rechten Ende des Ausschnitts schräg bis unter die Ärmel. Das ist der Shrug.
Die Kanten braucht ihr nicht mehr zu säumen, die fusseln nicht sehr aus, wenn euch das trotzdem
stört, nur zu. Für das Top nehmt ihr das übriggebliebene untere Teil des Shirts und schneidet vorne
einen Ausschnitt zurecht. Jetzt werden die Satinbändchen als Träger rangenäht und zum Schluß
kommt der Schriftzug drauf (achso, bei mir steht "No Future" drauf, das könnte ich euch ja auch mal mitteilen...:), dann nach Anleitung der Farbe bügeln und voila! war doch gar nicht so
schwierig!
Varianten: Mit dem Top könnt ihr machen was ihr wollt: andere Träger (zum Beispiel aus Spitze oder wie Stefanie empfiehlt: "Ein Stück Kordel! Man braucht da nicht viel, weil die sich auch noch recht gut dehnt (mit berücksichtigen!) und es sieht mal etwas anders aus"),
den Ausschnitt nach Belieben verändern (gerade, rund, spitz, Neckholder), was anderes Draufmalen,
oder was Applizieren (Reflektorband!)... Oder ihr macht ein bauchfreies Top, da schneidet ihr
einfach oben mehr weg und behaltet somit eine gesäumte Kante unten. Schön kann ich mir auch ein
Tube Top (Bandeau Oberteil oder Bustier oder wie immer ihr das nennen wollt) vorstellen, dazu
sollte man aber wahrscheinlich das Top oben gerade abschneiden und einen Tunnel nähen, so daß
man dann ein Gummiband durchziehen kann und das ganze nicht dauernd festhalten muß.
Und so kann es dann am Ende aussehen!
Nach oben
Beinschoner
Ihr braucht: eine (alte) schwarze Leggins aus Baumwollstrech, sowie für Variante 2 noch ein paar
Meter Band (zum Schnüren)
Preis: wenn ihr das Teil nicht dahabt oder von Mutter, Ballettlehrerin, Tante... abstauben könnt, dann
kostet ne Leggins im Kaufhaus wohl so um 20 DM, das Band vom Meter kostet nur ne Mark pro
Meter
So geht's: Variante 1: Ganz einfach, ihr zieht die Leggins an und schneidet Löcher rein. Dabei ist
darauf zu achten, daß die Löche am oberen Ende sowas wie Strapse übriglassen und ansonsten
organisch aussehen. Variante 2: Leggins anziehen, Höhe der Beinschoner bestimmen (Oberhalb des
Knies) und beide Beine gleich lang abschneiden (die Beine der Leggins! Verstümmelt euch nicht
selbst!). Dann die Beine entlang der Naht auftrennen und diese Kanten so umnähen, daß dazwischen
ein Spalt zum Schnüren bleibt (hier und überall Zickzackstich verwenden), Oberkante der
Beinschoner auch umnähen. Dann mit der Nähmaschine entlang beider langer Kanten Knopflöcher
machen (Abstand dazwischen etwa jeweils 5 cm) und hier Schnüren. Fertig!
Varianten: also zwei Varianten hab ich schonmal aufgelistet, damit könnt ihr noch folgendes machen:
zwei unterschiedlich farbige Leggins nach Variante 1 zerschneiden und übereinanderziehen, oder ihr
macht nur zerschnittene Overknees die dann mit Strumpfhaltern getragen werden. Bei dieser Variante
sowie bei Variante 2 bleibt das Oberteil der Leggins erhalten und daraus könnt ihr noch prima ne
Hotpants schneiden. Die Pants kann man dann auch noch einmal links und einmal rechts senkrecht
über den Hintern aufschneiden und schnüren, das sieht bestimmt auch süß aus. Oder an der
Seitennaht aufschneiden und schnüren. Es gibt übrigens auch sowas wie Samtleggins, wenn euch das
zusagt...
Nach oben
Männershirt
Hier kommt ein Tip für alle die dem Schatzi mal was gutes tun wollen (oder einschreiten müssen weil er sich einfach nicht anziehen kann). Diesen Tip hat uns Katharina gegeben, Danke dafür!
Für die Punkrocker, Batcaver etc. kann man wohl am effektivsten fertige Sachen umstylen...
Was schön aussieht, ist z.B. ein Top aus Stretchspitze in Gr.
44 oder was ihm eben passt. Den Ärmelsaum abschneiden und einen Streifen Kunstleder drumrum nähen (nicht schließen), Schnalle als Verschluss anbringen, fertig. Dann noch eine feine Kette im Baumarkt kaufen und rund um den Ausschnitt nähen, so dass sie zwischen den angenähten Kettengliedern runterhängt, wie an einem Kettengürtel. So hot! ;-)
Nach oben
"Tag der Fliegen" Longsleeve
Das hier ist eigentlich so einfach, daß es keine Anleitung braucht. Ihr kauft ein schlichtes Longsleeve und malt mit Stoffmalfarbe (gut eignet sich "Plusterfarbe" die beim Bügel aufschäumt und sehr gut deckt) ein Motiv eurer Wahl an eine Stelle eurer Wahl. Dann gut bügeln (!) und fertig!
Ich habe also ein Gedicht aufgeschrieben (links versetzt) und auf die Ärmel passende Motive (Sanduhr und Fliege) gemalt. Evtl wird auf dem Rücken noch meine email-Adresse ergänzt :-)
Das Gedicht ist folgendes (nur zur Information *g*):
Der Tag der Fliegen
Aus grün und schwarzen Häusern tropft er noch, der Schreck.
Der Nebel-Rauch verklebt die Luft
Und hat den Mond versponnen.
Die Spiegel fallen und mit ihnen auch der Zweck.
Süßer Gestank lockt in dampfende Finsternisse.
Unter Brücken wächst der Wahnsinn.
Die Zeit kriecht voller Ekel,
Verfängt sich schon im Netz, die Haut voll Fliegenbisse.
Und so siehts in echt aus
Und hier ein paar Variationsmöglichkeiten: Statt eines schlichten Shirts kann man natürlich auch jedes andere Teil bemalen, aber achtet drauf daß der Stoff das zuläßt (ich denke Baumwolle oder sowas in der Art ist am besten). Oder man kann das Shirt noch "nachbearbeiten" also zb die Schultern ausschneiden, den Ausschnitt ändern, Borten annähen, auf den Rücken Fledermausflügel aus Lack applizieren, andere Ärmel ansetzen oder Reißverschlüsse aufnähen oder auch (hier kommen Sodas Tips:) die Seitennähte von einem (ärmellosen) Shirt auftrennen, umschlagen und einen Streifen festen Stoff oder Vlieseline drunterpacken und dann kleine Ösen einschlagen, so daß die Seiten vom Shirt geschnürt werden können, oder ihr schneidet nur die Ellenbogen eines (langärmeligen) Shirts mit einem waagerechten Schlitz auf, oder schneidet ein Loch in den Oberarm, so daß der Ärmel aber noch an einer Stelle zusammenhängt und setzt an diese Stelle einen (Schlüssel-) Ring zwischen oberen und unteren Ärmelteil, oder nur lauter waagerechte Schlitze in die Ärmel/Seiten machen, oder, oder, oder.... Ich denke da fallen euch bestimmt viele Sachen ein. Dann kann man natürlich alle wie auch immer gearteten Motive aufmalen/schreiben. Eure eigenen Gedichte, abgepauste Motive aus Büchern (vorher mit Kreide aufmalen), einen netten Spruch oder eure Page-URL, und und und...
Nach oben
Kleid aus 2 Oberteilen
InocentAngel hat ne prima Idee für ein süßes Kleid:
"Habt ihr schonmal versucht ein Kleid aus 2 Oberteilen zu machen? Ist super easy und ganz billig! Jeder kann sich ja noch an diese Fusselfellpullis erinnern, davon hat fast jeder einen im Schrank. Also ich nahm mir einen Solchen und so ein Grobnetzshirt mit langen Armen. Der Pulli wurde seiner Arme entledigt und kurz unter der Brust abgeschnitten. Daran haben ich dann das Grobnetzshirt welches ich am Ausschnit aufgetrennt habe und dessen Arme auch weichen mussten dran genäht! Die Arme vom Grobnetzshirt an die Stellen wo der Pulli seine Arme hatte und die abgeschnittene Länge vom Pulli unten ans Ende vom Shirt! Die Arme vom Fellpulli hab ich dann nicht angenäht weil sie super zu vielen anderen Outfits als Armstulpen missbraucht werden können!
Bloss eine Warnung noch! Ich wollte eigentlich ein kurzes Kleid aber der Pelz hatt es so runter gezogen das derselbige nun um meine Knie baumelt. Dumm wenn man bedenkt das er eigentlich am Po sitzen sollte, naja mein Hintern ist gottseidank passabel genug um sich sehen lassen zu können! Aber wers kurz möchte sollte das Netzteil noch kürzen! Ich persönlich hab den Fellpulli dann oben so ausgeleiert das es nun schulterfrei ist! Ist ein Superblickfang vor allem da mein Fellteil blau ist!"
Natron ist total begeistert und trauert ihrem grauen Fellpulli nach... aber vielleicht näh ichs trotzdem, man darf ja auch extra Stoff kaufen, oder? Ich würd so ein Kleid total gerne haben...:-)
Nach oben
Hosenrock!
Erinnert sich noch jemand an die sogenannten "Hosenröcke" aus den Achtzigern? Sowas machen wir aber nicht! Wir machen aus ner Hose einen Rock. Dazu braucht man eine Hose udn etwas Stoff. Je nach Material der Hose sollte der Stoff etwa die selbe Stärke haben. Man braucht etwa 100 x 100 cm.
So gehts: An den Hosenbeinen innen die Naht auftrennen und ein kleines Stück noch den Schritt, vorne und hinten. Hose flach hinlegen, Schritt überlappen und feststecken. Ausmessen wieviel Stoff vorne und hinten eingenäht werden muss. Passende Stoffdreiecke zurechtschneiden, einstecken, anprobieren und nähen. Unten Säumen, fertig! Das ist einfach.
Natron hat heut so ein Teil aus einer abgelegten schwarzen Armyhose ihres Freundes genäht. Mit schwarzem Stoff (ein Reststück vom Grabbeltisch) als Einsatz. Die Idee mit den Armyhosen kommt übrigens von Britta (Danke!) und ich bin ihr sehr dankbar, weil ich solche Röcke echt prima find, mich aber nicht mit dem Gedanken an blaue Jeans anfreunden konnte :)
Was kann man denn noch so schönes damit anstellen? Ne Menge!
- Wenn die Hose Knöpfe statt Reißverschluß hat kann man den Bund abtrennen, daß der Rock mehr auf Hüfte sitzt. Wer will schneidet noch die Verdeckung über den Knöpfen weg, sieht auch nicht schlecht aus.
- Den Stoff aus dem die Einsätze sind kann man passend (unauffällig) oder in Kontrastfarbe/-Material/-Muster wählen.
- Borten, Bänder, Verzierungen, Flicken, Bemalen...
- Rock kürzen, enger oder richtig weit machen. Aber aufpassen, daß man noch laufen kann, evtl einen Schlitz lassen.
- Zu einer Armyhosenversion passen zB auch noch Bondageriemen. das wäre ein schnell gebasteltes Cyberteil!
- Ich weiß nicht ob sich alle Hosen eignen, im Prinzip schon denk ich. Aber jeansartige sind vermutlich am besten. Oder Cord.
Euch fällt schon was schönes ein. So kann man auf jeden Fall im Handumdrehen aus einer alten im Schrank rumliegenden Hose einen wunderbar gemütlichen Rock machen.
Und so kanns aussehen!
Nach oben
Oberteil aus einer Jeans
Diese prima Anleitung kommt von Fait! Man stellt aus einer alten Hose nicht nur eine sexy Hotpants her sondern auch gleich ein passendes Oberteil. DAS ist Recycling! Vielen Dank nochmal für die Anleitung!
Material: eine alte Jeans, 10 Ösen 8mm mit Scheiben
Anleitung: Die Hose wird zu einer Hotpants gekürzt, abschneiden und fertig, aus den abgeschnittenen Beinen basteln wir jetzt das Oberteil.
Das eine Bein schneiden wir an einer Naht entlang auf, die Naht wird bei der Gelegenheit ganz weggeschnitten, denn die verwenden wir dann als Neckholder. Säumen ist nicht nötig da Jeans
ausgefranselt doch ganz gut aussieht. An der schmalen Seite des Oberteils die Ecken abschrägen, als Armausschnitt. Die Ösen werden dann an den neuentstandenen Seiten reingeschlagen (siehe Bild, die senkrechte Linie in der Mitte ist, wenn mich nicht alles täuscht, die anderen Naht des Hosenbeines -Soda). Die vorher abgeschnittene Naht muss jetzt nur noch in der
entsprechenden Länge an den Ecken der oberen, schmalsten Seite festgenäht werden. Das Bindeband das wir aus den Nähten des anderen Beines herstellen wird jetzt nur durch die Ösen
gefädelt. FERTIG!
Varianten:
- Verschiedenen Stoffe bzw. Hosen: Leder-, Lackhosen und so weiter...
- Falls ihr elastischen Stoff nehmt wäre es besser, aus dem zweiten Bein etwa 1-2 cm breite Streifen zu machen und diese anstelle der Schnürung als Rücken einzusetzten, dann kann man
diesen auch beliebig "durchsichtig" machen
- Mit Nieten Schriftzüge reinschlagen oder Muster
- Pallietten, Stofffarbe, Plusterfarbe, Applikationen... eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt
- Die Jeans könnt ihr ab der Brust auch in lange Franseln schneiden
- Bei bestimmten Stoffen wird es dann doch nötig die Kanten zu säumen (Satin, Pannesamt und so weiter...)
Und so kann es dann am Ende aussehen!
Nach oben
Danger-Top
Eine Anleitung von pique:
Material
Zwei halbwegs enge alte Shirts aus einem dehnbaren Stoff und in verschiedenen Farben, eines davon möglichst in schwarz, Reste von schwarzem Lackstoff und schwarze Nähseide.
Anleitung
Die Shirts werden so wie beim Shrug und Top unterhalb der Ärmel gerade durchgeschnitten. Mit den Ärmeln kann man ja dann noch Shrugs oder Armstulpen oder sonst was machen.
Dann zieht man das schwarze Shirt über das andere (mein Untershirt ist übrigens knallrot) und zwar so, dass vom unteren noch ein Steifen hervorschaut- vielleicht 5 cm. Dann näht man das schwarze am unteren Teil mit Zickzack fest, sodass es auch gleich gesäumt ist. Beim Untershirt schlägt man die Kante oben doppelt nach innen und näht sie mit normalem Stich fest.
Aus dem Lackrest einen 5 cm breiten Streifen schneiden, der so lange ist, wie die Vorderseite des Top breit ist. Der Streifen soll also genau über die Brust gehen. Dort wird er dann auch festgenäht und glänzt dann immer schön beim Tanzen in der Disco...
Variationen
- für die etwas besser gebauten unter uns empfehlen sich Träger, damit sich das Top nicht nach unten verabschiedet
- statt Lack, farbige Spitze, Reflektorfolie, bunten Netztüll,...
- oder den Streifen ganz weglassen und nur was draufschreiben
Bei den Farbkombinationen gefallen mir übrigens schwarz- rot, schwarz-giftgrün oder schwarz-pink am besten. Und die passenden Armstulpen machen auch gleich noch mal was her, am besten auch mit Lackborte oder ähnlichem verziert.
Nach oben
Instant Shrug
Diese Idee kommt von trickster:
Man nehme eine schöne Strumpfhose, zum Beispiel die Spitzenstrumpfhose von Hasi und Mausi die wir ja alle zu Hause haben, und verwandle sie innerhalb von drei Minuten in einen Shrug. Dazu das Gummiband an der Taille wegschneiden, die Arme so in die Strumpfhosenbeine stecken, daß der Schritt der Strumpfhose am Rücken ist und für die Finger auf jeder Seite fünf kleine Löcher schneiden, voila!
Da Netzstrumpfhosen (und die Spitzenstrumpfhose funktioniert auch nicht sehr viel anders) nicht doll ausfransen braucht ihr da nichts mehr zu versäubern, falls es euch doch stört hilft ein bischen Nagellack.
Jetzt habt ihr auf dem Rücken allerdings noch diesen Zwickel, den die Strumpfhose am Schritt hat. Wer seine langen Haare eh immer offen trägt den mag das nicht stören, ansonsten könnt ihr da aber auch noch einen kleinen Aufnäher drübermachen, ein Motiv applizieren, was Hübsches mit Sticken a.d.T. draufmalen, etc. Ganz nach euren Wünschen.
Diesen Shrug kann man natürlich auch aus anderen Strumpfhosen machen, es eignen sich allerdings nur welche die kein verstärktes Höschenteil haben. Also zum Beispiel Netzstrumpfhosen oder blickdichte Nylons (da kommen dann zwangsläufig Laufmaschen rein, aber das sieht ja auch gut aus).
So sieht das ganze dann bei trickster aus!
Nach oben
Schnallenhose
Diese tolle Anleitung ist von yve. Dankeschön!!
Wer auch gern mal eine Hose trägt, findet vielleicht an diesem leckeren Teil gefallen.
Gesehen habe ich diese Hose schon in vielen Szeneklamotten-Läden, aber die Preise sprechen dafür, dass man sich dieses Stück mit einfachsten Mitteln besser selbst anfertigt.
Und weil die Anleitung etwas länger ist gibts sie hier auf einer extra Seite
Nach oben
Röcke verlängern und verschönern
Diese Idee kommt von Ariada und ist anfängerproof! Danke!
Ich kaufe oft ganz schlichte, schwarze Röcke von der Stange. Entweder was enges strechiges oder so weite Dinger die man auf nem Reifrock tragen kann. Meistens sind die aber nur knöchellang oder evtl. sogar noch etwas kürzer.
Bei den Knöchellangen nähe ich einfach eine entsprechend breite Spitze unten dran (Achtung! Bei Strechröcken muß es natürlich auch eine Strechspitze sein sonst läuft es sich etwas merkwürdig *gg*). Bei den Röcken die noch kürzer sind schneide ich einfach ein Stück oberhalb des Saums auf und verlängere mit einem Samt-,Tüll- oder Netzstoff oder was auch immer gerade passt bzw.
zur Hand ist. Dann setze ich das abgeschnittene Stück wieder dran. Also.....man hat dann sozusagen einen Streifen durch den man durchgucken kann.
(Ist das jetzt verständlich?!??) [jup, isses! -Soda]
Wenn die zwei Nähte stören oder wenn man das ganze noch "aufwerten" will setzt man einfach noch je eine Borte obenauf.
Und schwupps hat man nen superbilligen, schicken Rock den sonst keiner hat. Und schnell geht es auch noch!
Das mit der Spitze untendran schafft sogar ein Nähanfänger (würd ich jetzt mal behaupten).
Eine ähnliche Idee von anathema: Hose mit Streifen
"So wie Ariada Röcke verlängert - mit einem Streifen aus kontrastierendem bzw. durchsichtigem Stoff und dann drunter wieder der restliche Originalstoff angehängt - hab ich auch schon mal eine Hose verlängert (für sowas muß die ja vorher nicht mal zu kurz sein, dann schneidet man halt ein Stück raus). Die hat dann viel besser ausgesehen als vorher."
Nach oben
Punk Minikleid
Ihr braucht: 1 (altes) weißes T-shirt in Größe XL, zwei 50 cm lange Reißverschlüsse in schwarz mit silbernen Zähnen, Stoffmalfarbe oder Autolack in der Sprühdose
Preis: das T-shirt könnt ihr hoffentlich bei Verwandten oder Bekannten abstauben (aber sagt nicht ihr braucht es zum Engernähen, das hört keiner gerne!), ansonsten kostet sowas 5-10 Euro, Reißverschlüsse liegen je nach Einkaufsquelle zwischen 50 Cent und 5 Euro, Stoffmalfarbe bzw. Ralleylack kostet auch zwischen 3 und 8 Euro, macht also zusammen irgendwas zwischen 4 und 28 Euro *g*
So geht's: Falls das T-shirt neu ist wird es erstmal gewaschen, sonst hält die Farbe nicht drauf. Nach dem Trocknen bemalt ihr das Shirt nämlich erstmal. Das kann man frei Hand machen oder mit Schablone. Mein Motiv seht ihr links, es ist ein verfremdetes Foto aus dem mein Liebster eine Schablone gemacht hat (isses nicht toll mit jemandem der "commercial art" studiert hat zusammenzuleben? ;)). Das Motiv hat Jim dann mit Motorradlack in mattschwarz aufgesprüht, wenn man keine Schablone verwendet kann man natürlich besser mit Stoffmalfarbe arbeiten. Ärgert euch nicht wenn es Kleckse oder Übersprüh gibt, das ist ein Punkshirt!
Dann lasst ihr euer Meisterwerk erstmal wieder trocknen. Danach zieht ihr das Shirt an und lasst euch abstecken wo es enger werden soll. Das geht besser mit Sicherheitsnadeln als mit Stecknadeln. Ihr könnt auch das Shirt flach auf dem Boden ausbreiten und mit Hilfe eines gut passenden Shirts/Kleides die Form bestimmen, wichtig ist nur, daß ihr auf jeder Seite entlang des Körpers und unter den Armen was wegsteckt. So, jetzt haltet ihr die Reißverschlüsse mal an die zukünftigen Seitennähte um zu sehen wie weit ihr an den Ärmeln zunähen müsst, unter den Zippern bleibt das Shirt ja offen. Dann die Ärmel enger nähen (Zickzack), vor dem Nähen ersetzt ihr aber noch die Sicherheitsnadeln durch Stecknadeln, die kriegt man einfacher unter der Maschine raus. Nun die Nahtzugaben, also den überschüssigen Stoff, wegschneiden, auch an den Seiten wo die Reißverschlüsse hinsollen, dann die Reißverschlüsse mit dem Kopf nach unten einstecken (*gacker* Nein, der Zipper/Ziehnippel soll bei geschlossenem Reißverschluss unten sein, ich erwarte keine akrobatischen Verrenkungen von euch) und festnähen (die Zipper werden von außen auf den Stoff gesteckt, man soll sie ja wie bei Bondagehosen sehen). So, jetzt schneidet ihr noch die Ärmel auf die gewünschte Länge und den Ausschnitt tiefer. Zum Schluss schneidet ihr alles was ihr vom Shirt abgeschnitten habt in unregelmäßige Vierecke und näht es unten an den Saum wieder ran. Fertig!
Varianten: Ihr könnt natürlich auch ein schwarzes Shirt nehmen, oder ein farbiges, oder eins was schon einen Aufdruck hat. Oder ihr benutzt Sticken a.d.T., also Plusterfarbe, für das aufgemalte Motiv, oder ihr appliziert bzw. steckt Aufnäher mit Sicherheitsnadeln fest oder verziert das Shirt noch mit Nieten/Splinten. Ihr könnt auch noch mehr Reißverschlüsse einarbeiten oder Sicherheitsnadeln. Oder ihr näht unten anstatt der Stoffreste einen anderen Stoff z.B. Tartan an. Oder mach das Shirt kürzer, so daß es kein Minikleid sondern ein Oberteil ist. Anstatt der Reißverschlüsse in den Seiten kann man dort auch Schnallen, Sicherheitsnadeln oder eine Schnürung einbauen.
Und so sieht's in echt aus!
Nach oben
Gute alte Strumpfhosentricks
Lafelia schreibt: "
Ich hasse es im Moment mit nackten Armen rumzulaufen, da ich aber, wenn ich weg gehe gerne Tops anziehe kam mir gestern Abend eine Idee:
Ich hab einfach eine schwarze Strumpfhose genommen, dort das Zwickelstück so rausgeschnitten, das sich die Hose nicht aufribbelt (fertig war das Kopfloch), dann noch die Fußspitzen aufgeschnitten (bei dieser Hose war an den Füßen eine "Linie" die etwas dicker gewebt war, daran hab ich langgeschnitten, dachte mir dann zieht´s nicht so schnell Laufmaschen, womit ich auch recht hatte). Bei mir passte die Hose *räusper* das Oberteil genau bis über die Brust, aber ich mein wer die Figur hat, kann es sicher auch ohne Top drüber anziehen ;-) Das einzige was mich an der Angelegenheit gestört hat war die Naht vorne in der Mitte, und das ich erst leichte probleme beim wieder Ausziehen hatte.
Aber sonst, hab ich genug Blicke auf mich gezogen, und einige Komplimente abgesahnt :)"
Nach oben
Rißshirt
Diese Anleitung kommt von Jane:
"Man benötigt dazu eigentlich nur ein altes Shirt, gleichfarbigen Nagellack und Faden.
Ich habe ein altes schwarzes T-shirt von meiner Mum gekrallt, die Ärmel abgeschnitten und umgenäht. Danach an den Seiten etwas enger gemacht, da meine Mum ne total andere Figur hat, wird wahrscheinlich bei euch nicht nötig sein.
Das T-shirt war mir zudem auch zu lang, hab es deshalb unten rund
abgeschnitten (macht flachen Bauch) und wieder umgenäht. Nun nur noch drei Schnitte über der Brust platzieren (macht mega sexy Auschnitt) und die Ränder mit Nagellack einschmieren, damit sie nicht mehr ausfranzen können, und fertig ist das Kunstwerk.
Variationen:
--> Ärmel am T-shirt dran lassen
--> unteren Saum grad machen bzw. lassen
--> Schnitte anderst plazieren oder keine geraden Schnitte machen
--> Sicherheitsnadeln an Schnitten befestigen (sieht punkiger aus)
--> mit Schriftzügen, Strasssteinen, oder was euch sonst noch einfällt, verschönern"
Nach oben
Jeans- (Pseudo-) Korsage mit Rückenausschnitt aus Hosenbeinen
Die Anleitung ist von Helen: "Pseudo-, weil es eigentlich keine richtige Korsage ist, sondern nur so aussieht. So ist sie einfacher zu nähen als mit den ganzen Einzelbahnen und dem Stäbchenzeugs, das man sonst braucht. Der Witz ans Ganze ist, dass sie einen kreisrunden Ausschnitt im Rückenteil hat, in das man ein Symbol einknöpfen kann, ich hab ein Peace genommen, weil ich dieses Oberteil für die große Friedens- Demo in Berlin genäht habe. Ihr könnt aber natürlich auch jedes andere Symbol nehmen, Hauptsache, man kann es irgendwie nähen."
Und die (etwas längere) Anleitung gibts hier
Nach oben
Shirt mit angesetzten Ärmeln
Eine Anleitung von Esmeralda:
Dieses Oberteil ist auch sehr gut für Anfänger geeignet. Es war eines meiner ersten mehr oder weniger selbstgenähten Kleidungsstücke.
Ihr braucht: ein altes Top und Stoff für die Ärmel. Da kommt es darauf an was für Ärmel ihr machen möchtet. Falls ihr den folgenden Vorschlag nicht übernehmen möchtet, schaut doch mal was ihr so in den anderen Rubriken findet.
Zuerst müsst ihr am Top die Länge von der Schulter bis zur Achsel abmessen. ACHTUNG: Direkt am Stoff entlang abmessen, den Bogen dabei nicht vergessen! Nehmt diese gemessenen cm x 2 und gebt Nahtzugabe dazu. Dann zeichnet die Ärmel auf den Stoff (siehe Twilightkleid), doch statt den dort angegebenen 50 cm Ärmelumfang an der Schulter nehmt ihr eure Maße von oben. Nun die lange Naht an beiden Ärmeln schließen. Jetzt müsst ihr die obere Seite des Ärmels (die an die Träger des Tops genäht wird) mit einem Doppelsaum säumen (zwei mal umklappen, so dass der Rand nicht mehr zu sehen ist). Wenn ihr nun das Top auf links dreht, könnt ihr den Ärmel auf den Träger des Tops nähen. (Ärmelnaht nach unten.) Nur noch Länge des Ärmels anpassen, versäumen und dann seid ihr schon fertig!
Variationen:
- Man kann die Ärmel auch von alten Oberteilen abtrennen und annähen. Geht auch mit Wollpulliärmeln, allerdings muss man gut säumen und den Ärmel mit ZickZack annähen.
- Bei Tops die zu weit sind: In der Mitte aufschneiden, versäumen (umklappen), Löcher für die Schnürung einschneiden und entweder mit Lochnieten oder mit dem Knopflochstich versäubern. Band einfädeln und fertig!
Nach oben
Shirt mit Riemen, Ring und Schnallen
Eine Anleitung von Verdani
Man braucht:
- 1 einfaches schwarzes Shirt (Baumwolle mit Elasthan)
- schwarzes Gurtband (4 cm breit) für die Länges des Gurtbandes misst man von der Schulter des T-Shirt bis zur gegenüberliegenden unteren Kante des Shirts (am besten das T-Shirt dazu anziehen), nimmt die Länge doppelt und ca 50 cm für Zugaben
- ca 34 Nieten
- 1 Metallring (Aussendurchmesser 6,5 cm, Innendurchmesser 4,5 cm), meiner ist ein "Schaukelring" aus verzinktem Metall aus dem Baumarkt
- 2 Schnallen (keine Gürtelschnalle sondern eine Schnalle, bei der man ein Band an dem mitteren Steg befestigt und das andere Band durch
- die Schnalle fädelt damit die Enden nicht abstehen)
- schwarzes Nähgarn
- scharfe Schere
- Zange
Zuerst legt man fest, an welcher Höhe der Metallring später hängen soll und näht in provisorisch am T-Shirt fest. Bei mir sitzt er genau unter der Brust.
T-Shirt wieder anziehen und von der Schulter bis zum Ring über die Brust und vom Ring bis zur Seitennaht 8 cm über dem unteren Rand des Shirt messen. Dabei das Maßband so locker lassen, wie später das Band sitzen soll.
Zu der Länge Ring bis Seitennaht muss einmal eine Zugabe für das Einnähen in der Seitennaht (ca 3cm) und ca 4 cm für das Einnähen des Ringes eingerechnet werden! Die Nahtzugabe um den Ring muss so groß sein, dass man das Band soweit um den Ring legen kann, dass man das Band auf der anderen Seite mit der Maschine annähen kann, also dass Füßchen neben dem Ring noch genügen Platz hat. Diese Länge mit den Zugaben 2x zuschneiden. Jeweils eine Seite am Ring und eine Seite an der Seitennaht feststeckenb, noch nicht nähen!!
Die gemessene Länge zwischen Schulter und Ring halbieren + Zugabe von ca 4 cm und 3 cm für das Annähen an die Schnalle zurechnen. Auch bei dem Annähen an die Schnalle beachten, dass zwischen Schnalle und Naht genügen Platz für das Nähmaschienenfüsschen bleiben muss. Jeweils eine Seite an den Ring und das andere Ende an eine Schnalle heften.
Zum Schluss die gemessene Länge zwischen Schulter und Ring halbieren + ca 3 cm Zugabe zur das Einnähen in der Schulternaht * ca 8 cm für das Stück, dass durch die Schnalle gezogen wird. Jeweils eine Seite an der Schulternährt feststecken.
Sitz kontrollieren. Sollten die Bänder am Ring nicht richtig sitzen bzw zu breit sein, Die inneren Kanten der Bänder schräg schneiden. Endgültige Nahtzugaben und Positionen in der Seitennaht markieren. In den Seitennähten muss das Gurtband schräg eingesetzt werden. Auf dem Band markieren, wie das Band einzusetzten ist.
Bänder an den Schulter und Seitenähten wieder lösen, aber die Bänder an den Ringen gesteckt lassen. Die Nieten mit gleichmäßigem Abstand auf edn Bändern verteilen. Bei der Verteilung die Nahtzugaben beachten und entsprechend frei lassen. TIP: Für die Nieten mit der scharfen Schere ein Loch in das Band stechen und dann die Nietenteile mit der Zange festdrücken.
Die Bänder am Ring und an der Schnalle mit einem Zickzackstich annähen, so dass die Nahtzugabe gleich versäubert wird. Die Seiten- und Schuternähte an den markierten Stellen austrennen, die Bänder zwischen die Nähte stecken und die Nähte wieder schließen.Die Kanten vom Gurtband mit dem Feuerzeug schmelzen lassen, dann löst es sich nicht auf und hat keine rauhen Kanten.
Fertig und viel Spass!
Und so siehts dann aus
Nach oben
Fays Tattoo-Shirt
Eine Anleitung von Faylyla für ein Shirt für ihren Freund
1.Man nähe ein enges Shirt oder kaufe ein stretchiges schwarzes Shirt, das dem Freund auch gut auf den Körper passt. Ansonsten benötigt man noch: ca 50 X 50 cm schwarzen Fliegengitterstoff (den, der normalerweise in der Tür hängt im Sommer!), eine Schere, ne Nähmaschine, und dann los:
2. Nun habe ich mir überlegt, hinten nämlich Einsätze reinzunähen.- deswegen auch das Netzzeugs.- Ich hab es gemacht, weil mein Freun einen Schmetterling auf dem Rücken hat, den er gern zeigen wollte....
Also:
Am besten ist es, wenn ihr das Shirt auf links angezogen abmesst, also: den Liebsten rein und dann (falls er n Tatto hat) gucken, daß die Öffnung hinten so groß ist, daß man es (oder Teile davon) sehen kann. Das ist schon ein wenig kniffelig.
Am besten markiert ihr die Eckpunkte des Tattos auf dem Shirt (mit Kreide). Dafür muss man schonmal oft rein und draufschauen... dann messt ihr ab, wie der Abstand vom Kragen bis zum ersten Einsatz sein soll. Da markiert ihr auch nen Punkt.
(Ich habe drei Einsätze gemacht, die ein umgedrehtes Dreieck in drei Teilen sind. Man kann es aber auch rund, Trapez, eckig etc machen...)
Wenn ihr das soweit gemacht habt nehmt n Lineal oder Zirkel (etc.) und zeichnet die Form genau drauf. Ein HALBER CM mehr für NAHTZUGABE! Dann wird das alles ausgeschnitten!
Der Rand wird gesäumt und dann näht ihr von links das Fliegengitter drauf (ruhig großzügig abmessen). Reste schneidet ihr ab. Wenn der Herr nicht so empfindlich ist, nochmal mit nem kl. Zickzack drüber und ansonsten von links nochmal stoffreste drübernähen oder kurz abschneiden.
So, das war der erste Teil. Ich habe somit erstmal ein Trapez gehabt.( große Kante oben, aber ist prinzipiell egal) ein Dreieck wurde daraus, indem ich das Trapez mit ca 5 cm zwischenraum nach unten hin mit dem zweiten Teil erweitert habe... und das letzte war dann die Spitze des Dreiecks.
Nunja. Eigentlich nicht so schwer, ihr müsst nur folgendes beachten:
Das Shirt ist Stretch, das Fliegengitter nicht, also DAS SHIRT NICHT ZIEHEN BEIM NÄHEN!!!
Außerdem würd ich schauen, daß die Form irgendwie symmetrisch ist und gleichen Abstand zu beiden Schultern hat.
Variationen:
- andere Stoffe statt Gitter, oder Spitze einnähen
- ist nicht nur was für Herren..
- Einsätze auch vorne oder an der Seite machen (dabei aber auf die Nähte aufpassen, nach dem Rausschneiden erstmal Nähte festnähen)
- Ansonsten auch mit jedem lang oder kurzärmeligen Shirt das auf Figut sitzt zu machen
So, ich hoffe, das war ne wertvolle Idee... Meinem Freund gefällt es und ich denke, das ist sowohl cyber als auch bondage oder einfach Sommerpartytauglich
Musiktipp hab ich auch:
Subwayto Sally -"Schrei" live
Nach oben
Bluse mit Stempeldruck und Puffärmeln

Aus einem alten, zu weitem Hemd zaubert Soda eine Rockabilly-Bluse mit aufgedrucken Kirschen und Puffärmelchen.
Die Anleitung ist lang und kompliziert, deshalb gibts sie hier.
Nach oben
Wie man aus einer Karottenhose eine Schlaghose macht
Diese Anleitung kommt von Rosenkind, vielen Dank dafür!
Als Material braucht man ne schwarze Karottenhose aus Pannesamt (Preis bei mir 6 Euro) und 4 Reste Pannesamt in der Größe von ca 50cm x 25 cm , wenn man es neu kauft, braucht man halt
50 cm Pannesamt, macht also rund 8,50.
Aus diesen Stoffresten werden 4 Einsätze in der Form von Dreiecken gemacht. Dafür misst man zuerst die Höhe des Saums an den Hosenbeinen, verdoppelt sie und zeichnet aus diesen Maßen und der gewünschtes Breite des Einsatzes ein Rechteck unten auf den Stoff und zeichnet in der Mitte des Rechtecks noch eine waagerechte Hilfslinie ein. (Bei mir war der Saum 3 cm hoch und die gewünschte Länge 23 cm, macht also ein Rechteck: 6cm x 23cm mit einer Hilflinie bei 3 cm). Nun sucht man die Mitte der
gewünschten Breite und zeichnet dort die gewünschte Höhe des Einsatzes ein. Dann verbindet man das Ende dieser Linie jeweils
mit den beiden Enden des Rechtecks. Jetzt fehlt nur noch die Nahtzugabe. Achtung! Die Nahtzugabe wird nur an den
Seiten und an der Spitze des Dreiecks eingezeichnet, die Unterseite des Rechtecks bleibt offen.
So, nun schneidet man das Gebilde aus, schlägt das Rechteck an der Hilfslinie um und näht es fest. Der Saum des Einsatzes
müsste jetzt dem Saum der Hose entsprechen. Das Ganze 4 mal wiederholen. Nun wird die Hose 2 mal an jedem Bein um die
Höhe des Einsatzes + die Höhe des Saums aufgeschnitten, die Einsätze festgenäht und die Nähte versäubert. Und schwupp die wupp ist aus ner ollen Karottenhose ne schöne Schlaghose geworden.
Tipp: man sollte auf alle Fälle darauf achten, dass die Einsätze bis ungefähr zu den Knien gehen und zu schmal sollten sie auch nicht sein, denn dann sieht man den Schlag nur, wenn man
mit dem Bein kickt und sonst sieht es aus wie ne Karottenhose mit Ausbeulungen - spreche aus Erfahrung.
Natürlich kann man auch andere Materialen und Farben verwenden. Ich glaub als nächstes kommt ne Jeans oder wieder ne Samthose mit Spitzeneinsatz :)
Nach oben
Punk-Shirt
Eine süße Anleitung und ein Bildchen von Miss Antrophy:
Auf die Idee gekommen sind wir, als wir ein ähnliches Teil beim vorletzten WGT entdeckt haben. Zum stolzen Preis von 80 € [!!!]… Meins habe ich für schlappe 16 € in die Tat umgesetzt, der Arbeitsaufwand beträgt etwa ne halbe Stunde…
Leider kann ich euch keine Fotos liefern, weil sich das Punk-Shirt im Besitz meines Ex-Freundes befindet. Dafür gibt es aber ne Skizze, wie das fertige Teil aussehen sollt.
So, genug geredet... man nehme:
- 1 langärmeliges Sweatshirt (relativ eng anliegend) in rot
- 1 kurzärmeliges T-Shirt in schwarz
- 1 Packung Sicherheitsnadeln
Los geht's…
- Das Sweatshirt anziehen & das T-Shirt drüber
- Beide Shirts an den Schultern, Armen & an den Seiten mit Nadeln feststecken, damit nix verrutscht
- Shirts wieder ausziehen & mit der Maschine aneinander nähen (am besten an den Schultern & unter den Armen über den bereits vorhandenen Nähten, damit es nicht so auffällt)
- In das obere schwarze Shirt mit der Schere ein paar lange Risse schneiden, so dass man den darunter liegenden roten Stoff sieht
- Risse mit unterschiedlich großen Sicherheitsnadeln fixieren, das gleiche mit den Ärmelenden des schwarzen T-Shirts machen… Das war´s schon!
- Wer mag kann den Kragen gern auch noch mit ein paar Nieten verzieren, gibt's z.B. günstig bei diversen Punk-Katalogen…
Kosten:
- Sweatshirt: 10 € [H&M]
- T-Shirt: 5 € [auch H&M]
- Sicherheitsnadeln: 1 €
Nach oben
Jeanstop/-shrug
Lifthrasir schreibt:
Ich bin noch totaler (!) Nähanfänger und wollte meine alte Jeans zu nem Top umwandeln. Allerdings hatte ich gestern Abend weder Nadel noch Faden zur Hand. Auseinandergeschnitten war alles, ich hatte noch ein komplettes Hosenbein übrig und habe weiter bei euch gestöbert. Da stieß ich auf die Shrugs die ihr habt... Und war schlagartig inspiriert!
Man nehme:
- Ein altes Hosenbein (am besten ohne Schlag, sonst sehn die "Ärmel' ungleich aus)
- die Naht vom andern
- eine Schere
Anleitung:
Es ist wirklich sooo einfach, dass Bilder eigentlich für sich sprechen. Trotzdem:
Man schneidet unten am Hosenbein den Saum ab (sieht besser aus, oder man muss die andere Seite säumen aber dann wäres kein Newbie-Stück mehr ;)) dann schneidet man das Hosenbein in der Mitte quer auf. Dann oben und unten von dieser Naht noch einen Schnitt (Bei mir zu jeder Seite 15 cm also etwa 30 insgesamt, das kann man auch gut aufreißen wärend man das Teil anprobiert, dass passt es perfekt) und schon hat man den Shrug. Jetzt noch ein paar Löcher in der vorderen Stofflappen schneiden, anziehn, einfädeln, zubinden, alles zurechtrücken (kann ziemlich eng werden, für Menschen mit viiiel Oberweite ist das also möglicherweise nicht so gut ;)) und posen!
Kann man auch über ein schwarzes Top anziehn, wie es eben beliebt... Und Hotpants hat man gleich dazu!
Musiktips: Ich hatte die "Winter so unsagbar Winter" von Adversus angefangen, aber es hat nicht lkang genug gedauert, um sie zuende zu hören.. Mein Favorit: "Schwarzer Vogel, flieg!"
Nach oben
T-Shirt verzieren
Diese Anleitung kommt von Anja, vielen Dank dafür!
Material:
-möglichst schlichte Kleidung die ihr verschönern wollt
-dünnen Filz aus dem Bastelladen
-sogennantes "Saumfix" auf nem Papierträger.... das ist Kunststoff der sich beim Aufbügeln mit dem Stoff verbindet (wie Heißkleber, zuerst ist es wie Plastik, durch Wärme wird es flüssig und klebt nach dem Erkalten ein Material auf das andere, sollte es dort geben wo ihr Vlieseline kauft)
Kosten:
-mein T-Shirt war runtergesetzt auf 3 €
-Filz hat für ca. 20 mal 30 cm 50 Cent gekostet
-"Saumfix" hatte ich noch
Anleitung:
1. Motiv/Text
Überlegt euch einen Text oder ein Motiv und bringt es in der richtigen Größe auf Papier... also entweder ausdrucken oder aufmalen. Am besten nichts zu filigranes.
2. Ausschneiden (ich habs mit ner Nagelschere gemacht das ist präziser)
3. Aufmalen
Motiv "auf links" auf den Stoff legen, also falschrum (mit der Vorderseite auf den Stoff), gut festhalten und z.B. mit Kreide (ich hab echt Schulkreide genommen) den Rand/die Konturen nachmalen.
4. Nochmal ausschneiden, dieses mal besonders vorsichtig sein sonst geht der Filz kaputt.
5. Motiv präparieren
Zuerst auf jedes Teil eures Textes oder Motives "Saumfix" aufbügeln (ich fands leichter als es direkt auf das T-Shirt zu bügeln, was natürlich durchaus möglich ist), restliches Saumfix abschneiden und Papierträger abziehn (befolgt die Anleitung die dabei ist).
6. Motiv aufbügeln
Einfach so wie ihr's wollt auflegen und aufbügeln.
Fertig und ohne Nähmaschine!
Nach oben
Blazer mit Korsettschnürung am Rücken
Diese Idee kommt von Sinmara
Man braucht:
- Blazer (H&M, Second Hand Shop, von Muttern geklaut etc...)
- Satinband in welcher Farbe ihr auch wollt (2 cm breit), Länge: für die Schnuerung hinten 4 m und für die Umrandung auch so ca 3 Meter
- Ösen (20 Stück)
- Baumwollband (2 cm breit und 1 Meter ca - je nachdem wie gross die Schnürung wird)
Die Kanten vom Blazer mit dem Satinband einfassen (Achtung beim Kragen, da müsst ihr auf Gleichmäßigkeit außen achten)
Hinten auf dem Blazer einzeichnen wo das Baumwollband angenäht wird:

So soll es von hinten aussehen
Baumwollband annähen (mit dem Reißverschlussfuß), dann einzeichnen wo die Ösen eingeschlagen werden (bei mir wars so im 2 cm Abstand).
Danach Ösen einschlagen und Band einfädeln. Voila, fertig :)
Nach oben
T-Shirt mit Sicherheitsnadeln
Von anathema
Babyleicht, ohne Nähen, und ich krieg nach Jahren immer noch Komplimente dafür ;)
Einfach bei einem T-Shirt (meins ist ein klassisch-billiges schwarzes V-Neck) die Seitennähte auftrennen (muß man nicht mal versäubern, die halten meist so schon) und mit ganz vielen Sicherheitsnadeln wieder schließen (ich hab 15 auf jeder Seite). Ist mir damals eingefallen, weil ein T-Shirt beim Waschen eingegangen ist und ich's nicht wegschmeißen wollte. Aber vielleicht habt ihr alle schon sowas zu Hause?
Nach oben
Rock aus einem Tshirt
Aus einem Tshirt kann man einen tollen Sommerrock machen. Natron erklärt wie das geht:
Vorher
Nachher

Man braucht:
- Ein T-Shirt, das nicht unbedingt viel zu groß sein muss. Meins war Größe M. Nur zu klein sollte es nicht sein.
- Wäschegummi, also Gummiband mit Spitzenkante. Wahlweise ganz normales Gummi zum einziehen oder annähen. Etwa 80 cm.
- Nylonfaden (Angelsehne)
So geht's:
Wenn das Shirt neu ist, wird es erstmal vorgewaschen, sonst kann es böse Überraschungen geben was die spätere Passform angeht. Auch Baumwolljersey läuft ein!
Die Transformation zum Rock beginnt mit dem beherzten Griff zur Schere. Als erstes werden die Ärmel rausgeschnitten. Man kann auch die Nähte auftrennen, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Dicht neben der Naht (auf der Shirtseite, nicht auf dem Ärmel) entlangschneiden. Das macht sich besser, wenn man beide Stofflagen einzeln schneidet.

Die Ärmel können zur Seite gelegt werden, die brauchen wir erstmal nicht mehr. Das ärmellose Shirt wird jetzt weiter zerschnitten.
Denkt (oder zeichnet) euch eine waagerechte Linie die direkt unter dem Halsbündchen entlangläuft. Dort wird vorne und hinten der obere Teil des Shirts abgeschnitten. Ebenso entlang einer weiteren waagerechten (parallelen!) Linie etwa 20 cm weiter unten. Die Höhe dieses Streifens könnt ihr am Aufdruck des Shirts orientieren (ich habe versucht den Schriftzug ganz zu lassen). Das wird später der Bund/Sattel.
Es ist wichtig, dass ihr wirklich gerade und parallel schneidet, sonst wird nachher alles schief. Messt euch die Abstände aus und zeichnet euch Markierungen auf das Shirt.

Die Schulterpartie des Shirts kann auch weggelegt werden, brauchen wir jetzt nicht. Die Seiten der beiden Bundstreifen die ihr jetzt habt sind vermutlich etwas schräg vom Ärmelloch. Das bitte einmal begradigen. Wer ein sehr großes Shirt hat, schneidet die Streifen auf eine Breite die dem halben Hüftumfang minus einer Stretchzugabe entspricht (einfach mal an einer Seite zusammenstecken und anprobieren, dann wisst ihr die Länge). Bei Größe M hat das bei mir gut gepasst, so wie es war. Ganz eng muss der Bund nicht sein, dafür haben wir noch das Wäschegummi.
Die beiden Streifen werden jetzt an den schmalen Seiten zusammengenäht und bilden so einen Ring. Verwendet einen Stretchstich oder einen schmalen Zickzack, damit die Naht später nicht reißt. Wer eine Overlockmaschine hat, freut sich. Normalerweise franst T-Shirtmaterial nicht aus, ihr müsst also nicht groß versäubern (vor allem nicht wenn ihr eh mit Zickzack arbeitet), aber wer sich unsicher ist, kann das natürlich tun.
Weiter gehts mit dem Rest des Shirts. Messt die Höhe aus (ohne den Saum) und halbiert sie. Dort schneidet ihr das Shirt einmal waagerecht durch. So ergeben sich zwei gleich hohe Ringe (an einem ist der Saum dran, den kann man aber auch gleich knapp abschneiden).

Die beiden Ringe werden an einer Seitennaht aufgeschnitten. Nicht alle T-Shirts haben Seitennähte, aber wenn keine da ist, denkt euch eine. Die Naht schneidet ihr komplett raus, die brauchen wir nicht. Jetzt haben wir zwei längliche Rechtecke. Die Höhe entspricht dem gerüschten Teil des Rockes und ergibt mit den 20 cm des Bundes (oder was immer euer Maß ist) die gesamte Rocklänge. Bei mir sind das 20 + 25 cm. Davon geht natürlich noch etwas Nahtzugabe ab. Wenn ihr den Rock kürzer wollt, ändert das lieber erst wenn ihr beide Teile zusammengenäht habt.
Die beiden Rechtecke werden genau wie der Bund an den schmalen Seiten zusammengenäht. Das ist jetzt natürlich viel zu weit und wird daher gerüscht.
Zum Rüschen von Stoffbahnen gibt es verschiedene Möglichkeiten, hier zeige ich euch eine ganz einfache. Man braucht den Nylonfaden und einen breiten Zickzackstich. Mit dem Zickzack näht ihr über den Nylonfaden, so dass er von der Naht quasi eingeschlossen wird. Dann kann der Stoff später auf dem Faden zusammengeschoben werden und kräuselt sich.
So eine Naht macht ihr jetzt entlang der oberen Kante des Rockteils, einmal rundherum. Passt am Anfang auf, dass der Nylonfaden nicht wieder unter der Naht rausrutscht, es hilft einen Knopf oder ähnliches anzuknoten.

Warum Nylonfaden? Der hat verschiedene Vorteile. Erstmal kann man ihn mit der Maschine nicht festnähen. Er rutscht unter der Nadel weg und liegt so immer frei. Einen Wollfaden könnte man aus Versehen festnähen und dann später den Stoff nicht mehr zusammenschieben. Es ist übrigens auch nicht tragisch, wenn der Nylonfaden mal seitlich unter dem Zickzackstich wegrutscht, solange das nur kleine Stellen sind, tut das der Sache keinen Abbruch. Zweiter Vorteil des Nylonfadens: Er ist reißfest und hält auch große Mengen Stoff und starke Belastung aus. Und noch ein Vorteil, er ist ganz glatt und rutscht auf Stoff gut. So rüscht es sich quasi von alleine.
Wenn ihr einmal rum seid, könnt ihr den Nylonfaden anziehen und den Stoff auf die gewünschte Weite zusammenkräuseln. Das ist in diesem Fall die Weite des Bundes.

Wenn ihr die richtige Weite habt, verknotet die beiden Enden des Nylonfadens. Jetzt verteilt ihr die Rüschen gleichmäßig rundherum. Markiert euch an der untenen Kante des Bundes vorne und hinten die Mitte. Zusammen mit den Seitennähten sind das vier Punkte. Diese vier Punkte entsprechen am Rockteil den vier Nähten (Es sind nur zwei Nähte wenn ihr keine Seitennähte im Ursprungsshirt hattet. Dann markiert euch zusätzlich die nicht aufgeschnittenen Seiten). Diese Punkte müssen aufeinander treffen wenn ihr jetzt den Rockteil an den Bund steckt. Steckt sie zuerst aufeinander (welche wohin kommt ist eurem Geschmack und dem Muster des Shirts überlassen) und dann die restlichen Strecken dazwischen. So wird der Rockteil schön gleichmäßig.
Fertig mit Stecken? Einmal hochhalten und prüfen ob alles gleichmäßig, gerade und schön ist. Notfalls korrigieren. Dann mit Elastikstich oder Zickzack nähen. Erst danach wird der Nylonfaden entfernt.
Das sieht schon ganz wie ein Rock aus. Jetzt fehlen noch die Säume. Zuerst oben am Bund. Auftritt Wäschegummi!

Das sieht so aus und man erkennt dass ich 3 m davon habe. Soviel brauchen wir nicht. Schneidet ein Stück ab, das mit etwas Zug um eure Hüfte reicht (bzw dort herum wo der Rock später sitzen soll). Wie lang das Stück tatsächlich sein muss hängt auch vom Zug des Gummis ab. Macht es nicht zu locker, sonst rutscht der Rock.
Ich erkläre erstmal wie ich das Wäschegummi angenäht habe. Zu anderen Möglichkeiten kommen wir danach.
Jetzt ist die Zeit gekommen in der ihr die engültige Höhe des Bundes festlegen müsst. Schneidet also ggf etwas ab, aber so dass noch etwas Nahtzugabe übrig bleibt. Auf die Nahtzugabe wird das Wäschegummi genäht, und zwar auf die rechte Seite des Stoffes (also außen). Klingt erstmal komisch, macht aber später Sinn. Und zwar mit der Spitzenkante nach unten zeigend (Richtung Rockteil) und der weicheren Seite sichtbar (wenn das Gummi eine weiche und eine glatte Seite hat). Die Spitzenkante sollte dort liegen wo später auch tatsächlich die Oberkante des Rocks sein soll. Also falls ihr euch da eine Linie aufzeichnen wollt.
Das Wäschegummi wird gedehnt aufgenäht. Dazu müsst ihr es erstmal gedehnt aufstecken. Das macht man zum Beispiel so: An einer Seitennaht ein Ende feststecken und das andere überlappend darüber. Darauf achten, dass das Gummi nicht in sich verdreht ist. An der gegenüberliegenden Seitennaht die Mitte des Gummis (ausmessen!) feststecken. Vorne und hinten mittig jeweils die entsprechende Mitte des losen Bandes feststecken und sich so weiterarbeiten bis das Band an genügend Punkten festgesteckt ist. Zum Annähen habe ich einen Stich benutzt der wie ein Zickzack aussieht, nur dass jede Linie aus drei Stichen besteht. Der ist ideal für Gummiband. Wer sowas nicht hat nimmt einen normalen Zickzack etwas schmaler als das Band. Die Naht beginnt an der Seite wo die Enden des Gummis überlappen. Beim Nähen wird der Gummi immer schrittweise (bis zur nächsten Stecknadel) auf die Länge des Stoffes gezogen. Näht langsam und konzentriert, dann klappt das.

Jetzt haben wir ein Gummi außen auf dem Bund. Das ist noch nicht das was wir wollen. Die überstehende Nahtzugabe neben dem Gummi könnt ihr schon mal abschneiden. Dann klappt ihr das Gummi nach innen um. Jetzt ist die Spitzenkante hinter dem Stoff sichtbar (siehe oben). Ah, das macht Sinn! Steckt diese Kante nochmal mit einigen Nadeln fest und näht sie ebenfalls fest. Dabei muss der Stoff wieder gedehnt werden, aber da das Gummi ja schon fest ist, ist es einfacher. Selber Stich wie eben, einmal rundherum, fertig! Das war doch gar nicht so kompliziert, oder? Und sieht ordentlich und gut aus.
Wer kein Wäschegummi hat, kann diese Methode auch mit normalem Gummiband machen. Dann könnt ihr im ersten Schritt das Gummi auch auf die Innenseite des Stoffes nähen, so ist es später auf jeden Fall unsichtbar.
Andere Möglichkeit ist natürlich, die Nahtzugabe etwas länger zu lassen, nach innen umzufalten und so anzunähen, dass ein Tunnel entsteht in den ein Gummiband eingezogen werden kann. Dann müsst ihr nur folgendes beachten: Lasst die Tunnelnaht erstmal an einer kurzen Stelle offen (vielleicht 5 cm). So könnt ihr das Gummi einziehen. Probiert dann den Rock an und legt die Länge des Gummis fest. Passt auf, dass er sich im Tunnel nicht verdreht. Die Enden des Gummibandes werden aus der Lücke in der Naht rausgezogen und aufeinander genäht. Dann kann die Lücke geschlossen werden.
So, der Bund ist jetzt fertig. Jetzt noch der untere Saum. Den kürzt ihr, wenn gewünscht, auf die richtige Länge, schlagt ihr doppelt nach innen um und näht einmal mit einem Zickzack rundherum. Einfacher ist es mit der Overlock, die kettelt die Kante einfach so ab.
Kleine Zugabe: Gürtelschlaufen. Wer noch Lust hat, kann Gürtelschlaufen an den Bund nähen. Dazu schneidet ihr aus den Ärmeln oder der Schulterpartie des Shirts vier Streifen aus. In der gewünschten Breite x 2 und der gewünschten Länge plus 4 cm. Die langen Seiten faltet ihr nach hinten um, so dass der Streifen nur noch halb so breit ist und näht einmal mittig mit einem breiten Zickzack drüber. Wer will kann natürlich auch extra Zugaben geben und einen Tunnel nähen der dann gewendet wird. Das bleibt euch überlassen. Die kurzen Seiten können jedenfalls offen bleiben.
Angenäht werden die Gürtelschlaufen jeweils etwa 10 cm von den Seitennähten entfernt vorne und hinten (oder dort wo ihr sie für sinnvoll haltet). Zuerst wird die obere Kante angenäht, knapp unterhalb der Spitzenkante des Wäschegummis. Legt die Gürtelschlaufen mit der Rückseite sichtbar auf die Bundkante so dass sie gerade 2 cm auf den Bund raufreichen. Mit einem normalen Steppstich mehrmals hin und zurück annähen, direkt neben der Wäschegummispitze. Dann klappt ihr sie herunter, auf den Bund rauf. Die untere Kante nähe ich so an, dass ich die Nahtzugabe (2 cm) umfalte und direkt an dem Knick mit einer Stecknadel befestige. Dann rolle ich den Bund etwas ein, so dass ich mit dem Nähmaschinenfuß gut in die Gürtelschlaufe reinkomme (siehe Bild unten) und nähe sie dort wo die Stecknadel sitzt ebenfalls an. Die Nahtzugaben können dann kurz abgeschnitten werden.

Und das wars, fertig ist der Rock! :)
Variationen/Tipps:
- Geht super mit zu großen Werbeshirts, Bandshirts und ähnlichem. Aber natürlich kann man die Stücke auch aus Jerseystoff ausschneiden. Der Rockteil sollte dann (in der Weite) mindestens zwei mal so lang sein wie der Bund, damit es sich schön kräuselt.
- Wer noch ein zweites Shirt oder Jerseyreste hat kann nach dem selben Prinzip noch eine zweite Rüsche in einer anderen Länge anbringen oder den Rock gestuft machen (zweite Stufe wieder mindestens doppelt so weit wie die erste).
- Den Rockteil kann man auch zipflig zuschneiden und/oder aus den Ärmeln zusätzliche "Fetzen" schneiden die mit angerüscht werden.
- Keine Angst davor, Motive zu zerschneiden! Es wirkt viel lässiger wenn nicht mehr alles genau zu erkennen ist.
- Zusätzliches Volumen bringt eine Lange Tüll unter dem Rock. Einfach mit raffen und annähen.
Nach oben
... Wird fortgesetzt!